So schützt du dich vor Abzockfallen

Über entsprechend programmierte bzw. manipulierte Apps ist es leider möglich, kostenpflichtige Abos zu aktivieren. Solche Abzock-Apps werden gern als Hilfsprogramme, Spiele oder Systemtools getarnt, um möglichst von möglichst vielen Menschen installiert zu werden. Daneben gibt es aber noch andere Möglichkeiten, deine Mobilfunkrechnung in die Höhe zu treiben.

Speziell präparierte Werbebanner

Abzock-Banner werden häufig verbreitet und überblenden mitunter auch den gesamten Inhalt einer Website. Sind Banner entsprechend manipuliert, kann schon durch einmaliges antippen ein kostenpflichtiges Abo ausgelöst werden. Im Zweifelsfall sollte der Browser sofort geschlossen werden.

Apps, die teure Premium-SMS versenden

Bei der Installation fordern Apps zum Teil weitreichende Rechte auf Systemfunktionen, wie z.B. Zugriff auf Anrufe und Versand von SMS. Es ist daher bei der App-Installation besonders wichtig, darauf zu achten, welche Rechte die App nutzen möchte. Versendet eine App teure Premium-SMS, bemerken Kunden das meist erst, wenn die „Premium-Dienste“ einigen Wochen später über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden.

Lockanrufe

Bei dieser Abzockmasche klingelt das Smartphone im Regelfall nur einmal und es erscheint somit ein verpasster Anruf mit einer Rufnummer aus dem Ausland oder einer 0900- oder 0137-Vorwahl. Mit diesem Anruftrick sollen neugierige Menschen dazu verleitet werden, zurückzurufen und spätestens mit einer der nächsten Rechnungen kommt dann die böse Überraschung.

  • Rufnummern mit der Vorwahl 0900 führen zu (kostenpflichtigen) Premiumdiensten
  • Rufnummern mit der Vorwahl 0137 werden für Dienste wie Televoting genutzt
  • Rufnummern, die nicht mit +49 (Vorwahl Deutschland), sondern anderen Ziffernfolgen wie z.B. +41 oder +6x beginnen führen in andere Länder

Zum überprüfen einer unbekannten Rufnummer findest du eine Übersicht mit nahezu allen Ländervorwahlen auf  > Wikipedia -externes Angebot-

Drittanbietersperre – Schutz vor vielen Gefahren

Seit Mai 2012 sind Mobilfunkanbieter verpflichtet, auf Kundenwunsch eine sogenannte Drittanbietersperre einzurichten. Eine solche Drittanbietersperre verhindert, dass andere Anbieter kostenpflichtige Zusatzdienste wie z.B. Premium-SMS oder Abos für Spiele über den Mobilfunkanschluss abrechnen können. Die Drittanbietersperre muss für den Kunden kostenlos eingerichtet werden. Sie können diese auch telefonisch bei Ihrem Mobilfunkanbieter in Auftrag geben. Viele Anbieter richten die Drittanbietersperre übrigens schon automatisch mit Vertragsbeginn ein.

Weitere Schutzmöglichkeiten

  • In jedem Fall ist es immer ratsam, Apps grundsätzlich nur über die bekannten App-Stores und vertrauenswürdige Quellen downzuloaden.
  • Wir empfehlen grundsätzlich, Sicherheits-Apps auf dem Smartphone oder Tablet zu installieren (z.B. G Data Internet Security, Kaspersky)
  • Wer nicht in andere Länder telefonieren muss, kann sich eine Sperre für Auslandsvorwahlen einrichten lassen
  • Sofern nicht benötigt, solltest du auch Rufnummern für Premiumdienste (0900-Vorwahl) sperren lassen

 

-Anzeige-



Update: 27.12.17:
Dieser Info-Artikel wird in regelmäßigen Abständen ergänzt